Mittwochsgespräche zur Berufswahl
Geschwister-Eichenwald-Realschule Billerbeck
Der Handwerksmeister Jörg Leopold machte den Anfang. Bei den Mittwochsgesprächen in der Geschwister-Eichenwald-Realschule in Billerbeck berichtete der Elektro-Techniker von seinem Weg in den Beruf. Für Schülerinnen und Schüler ein gutes Vorbild. Denn der Techniker hatte selbst einen Realschulabschluss gemacht, bevor er seine Berufswahl traf.
Um vorbildliche Geschichten geht es bei dem neuen Baustein im Konzept der Berufsorientierung in Billerbeck. Berufsinformationstage oder Jobbörsen seien oft einmalige Veranstaltungen, bei denen Jugendliche sich über Berufsbilder informieren können, so Lehrerin Angelika Uekötter, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Thomas Wischnewski für das Projekt verantwortlich ist. „Hier haben die Schüler die Möglichkeit, jemanden, der schon länger in seinem Beruf arbeitet, persönlich zu befragen und so weitere Anregungen für die eigene Berufswahl zu erhalten."
Schließlich ist es nicht nur lebendiger, sondern auch glaubwürdiger, wenn eine Bankkauffrau über ihre Arbeit berichtet. Wie Christiane Streveker von der Volksbank Billerbeck, die den Schülerinnen und Schülern Mut machte: „Ihr müsst kein Mathegenie sein, sondern gerne den Menschen zuhören und nicht schüchtern sein."
Einmal monatlich werden ehemalige Schülerinnen und Schüler eingeladen, um von ihren Ausbildungs- und Berufserfahrungen zu berichten. Neben diesen jungen Vorbildern sollen auch Unternehmensvertreter oder auch Eltern von ihren Unternehmen oder Berufen berichten. „Wir bekommen über diese Gespräche einen umfassenden Pool von authentisch vermittelten Berufsbildern für alle Schüler, aus dem jeweils nach individuellen Interessen ausgewählt werden kann und der vielen Schülern in der Region zur Verfügung steht.“
Die boje fördert das Projekt „Mittwochsgespräche“ mit 4.175 Euro.






t-online.de