Jury-Entscheidung am 26. August 2009
20.08.2009
66 Projekte haben sich für Boje-Gelder beworben
Förderung für den erfolgreichen Kurs von der Schule in den Beruf
Schülerinnen und Schülern auf dem Weg von der Schule in die Berufsausbildung helfen, dieses Ziel hat sich die Sparda-Bank Münster mit ihrem Projekt „boje“ gesetzt. Dabei steht „boje“ für „berufliche Orientierung für jugendliche Einsteiger“. Auch für das Schuljahr 2009/2010 konnten sich Initiativen bis zum Stichtag 15. Juli wieder um Fördergelder in Höhe von 150 000 Euro für das laufende Jahr bewerben. Am 26. August wird die „boje“-Jury entscheiden, welche Projekte für die Förderung ausgewählt sind.
Keine einfache Aufgabe, denn viele unterschiedliche Modelle und Ideen konkurrieren um die ausgelobten Gelder, mit denen sich ein möglichst guter Übergang von der Schule in den Beruf bewerkstelligen lässt. Besonders häufig setzen die Initiatoren aktuell auf Schülerfirmen, aber auch von Werkstatt-Projekten versprechen sich insbesondere die Hauptschulen gute Erfolge. Unter den Bewerberprojekten sind diesmal auch zwei Filmprojekte, einige Mentoring-Programme sowie Betriebspraktika in Kooperation mit Partnern in den Niederlanden. Viele weitere Beispiele zeigen, dass es keineswegs an Ideen fehlt, wie man Schülern den Weg in den Beruf ebnen kann. Oft aber fehlt es am Geld, um diese Ideen umzusetzen und hier hilft „boje“ weiter.
Mit 66 hat sich die Zahl der Projekte, die sich für das „boje“-Programm beworben haben, gegenüber dem Vorjahr (29) mehr als verdoppelt. Im Vergleich zur ersten Bewerbungsrunde 2008/2009 haben sich deutlich mehr Förderschulen beworben. Sie haben offenbar besonderen Bedarf an Unterstützung, damit ihre Schüler den Weg von der Schule in die Berufstätigkeit finden. Genau die Hälte aller Bewerbungen kamen aus Münster und dem Münsterland, 12 bzw. 14 Bewerbungen kamen aus Osnabrück und dem Landkreis bzw. aus Oldenburg und Region. Die restlichen Bewerbungen entfielen auf Ostfriesland. Mitmachen bei „boje“ können grundsätzlich alle Intiativen im Geschäftsgebiet der Sparda-Bank Münster, also in einem Gebiet bis hoch zur Nordsee, im Westen bis zur holländischen Grenze und im Süden bis zum Rand des Ruhrgebiets. Angesprochen sind dabei Initiativen für Schüler der Klassen 7 bis 10 an Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Mitmachen können Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Schulen, Arbeitskreise und Initiativen oder lokale private Träger der Jugendhilfe und Berufsausbildung.
Im Focus stehen dabei Eigenmotivation der Schüler, Hilfe zur Selbsthilfe und die Einbeziehung von Eltern und Familien in die Projekte. „Nah an unseren Kunden zu sein, heißt nicht nur, nachweislich günstige Konditionen zu bieten oder moderne Filialen zu unterhalten, sondern auch an den Sorgen unserer Kunden teilzuhaben – und sie zu bewältigen helfen“, betonte Enrico Kahl. Neben der Zukunftsvorsorge in einem sich verändernden Sozialsstaat bewege die Menschen vor allem die Sorge um den Arbeitsplatz in einem globalisierten Arbeitsumfeld und die Ausbildungs- und Arbeitschancen der heranwachsenden Generationen.
Mitglieder der „boje“-Jury sind: Enrico Kahl, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Münster und Vorstand der Stiftung Kunst, Bildung und Erziehung; Dr. Andrea Hanke, Kulturdezernentin Stadt Münster; Volker Hellmund, Dezernent Bezirksregierung Münster; Marlies Richels, Leiterin Jugendausbildungszentrum, JAZ Münster; Volker Trautmann, Referent ARGE Oldenburg; Prof. Dr. Heinz Holling, WWU Münster



