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Werkstattprojekt: Restaurierung eines Schleppers

Ein Projekt der Joseph-Hennewig-Schule Haltern

Deutz 3006, Baujahr 1968. Kenner von Landmaschinen, wissen, was das bedeutet. Und so hat der Traktor, den zwölf Schüler an der Joseph-Hennewig-Schule in Haltern am See restaurieren, schon einen Käufer gefunden, bevor die eigentliche Arbeit überhaupt begonnen hat.

Erst der Unterstand, dann der Trecker
Denn der harte Winter hat die Projekt-Planungen verzögert. An der Gemeinschaftshauptschule wird zunächst ein Trecker-Port als Unterstand für das Fahrzeug errichtet, ebenfalls in handwerklicher Eigenleistung. Und dann kann hier Woche für Woche unter Anleitung von erfahrenen Ruheständlern geschraubt werden, bei jedem Wetter. Denn der Traktor ist so alt, dass es nicht mehr für jedes Teil Ersatz gibt. Dann wird an der Drehbank gearbeitet, die Karosserie muss instandgesetzt, Motor- und Getriebeöl erneuert werden.

Metall, Holz und jetzt Maschinen
Nach Projekten im Metall- und Holzbau startet die Schule mit der Restaurierung des alten Schleppers ihr drittes Praxis-Projekt mit der Bürgerstiftung Haltern. "Das hatten wir schon lange vor", erzählt Schulsozialarbeiter Dirk Strothkamp, der die außerunterrichtlichen Projekte für die Klassen 8 bis 10 begleitet. In der Metallwerkstatt war der Schriftzug der Schule erstellt worden und prangt heute an der Hauswand. In der Holzwerkstatt hatten die Jugendlichen Tischkicker gebaut, die so stabil sind, dass sie ebenfalls mehrere Schüler-Generationen überstehen können.

Betriebe sind eingeladen
Über Projekte wie diese, die von der Bürgerstiftung Herten und dem städtischen Baubetriebshof unterstützt werden, will die Schule eine noch stärkere Anbindung an die Betriebe vor Ort erreichen. "Wir haben damals die Tischlereien in die Schule eingeladen, als wir unsere Produkte präsentiert haben", erzählt Dirk Strothkamp. So soll es auch bei dem Schlepper-Projekt sein. Die Kfz- und Landmaschinen-Betriebe der Region dürfen handfeste Tipps geben, sie sollen aber vor allem sehen, welche handwerklichen Leistungen die Jugendlichen erbringen. 

"Alle machen irgendwie weiter"
"Wir haben gute Kontakte zu den Betrieben vor Ort", sagt Dirk Strothkamp und weiß, dass die persönliche Empfehlung durch die Schule bei der Praktikums- und Ausbildungsplatzssuche enorm unterstützend ist. Die Vermittlungsquote nach der 10. Klasse gibt ihm Recht. 2008 gingen 35 Prozent aller Schulabgänger direkt in die duale Ausbildung, 2009 waren es fast 30 Prozent. "Alle machen irgendwie weiter", weiß der Sozialarbeiter und setzt weiter auf die direkten Kontakte zu den Betrieben. 

Mit dem Erlös den nächsten Traktor kaufen
Dass sich Jugendliche in einem außerunterrichtlichen Projekt engagieren, spricht für sie. Und die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass die Option auf einen Ausbildungsplatz über diese Form Projekt- und Kooperationsarbeit spürbar steigt.
Für Dirk Strothkamp ist mit diesem Schlepper-Projekt übrigens schon das nächste in Planung. "Aus dem Verkauf des Traktors könnten wir den nächsten finanzieren", sagt er. "Der darf dann auch etwas schwieriger sein."

 

Die Sparda-Bank fördert das Projekt mit 7.000,00 EUR.
Begleitende Patin ist Ute Cewe, Sparda-Bank Münster.

Kontakt:
Joseph-Hennewig-Schule
Gemeinschaftshauptschule
der Stadt Haltern am See
Schule der Sekundarstufe I

Dagmar Perret, Rektorin
Dirk Strothkamp,
Dipl. Sozialpädagoge, Sozialbetriebswirt (InBIT)

Holtwicker Straße 27
45721 Haltern am See
Telefon: (0 2364) 12656
Telefax: (0 2364) 15458

info@joseph-hennewig-schule.de
http://www.joseph-hennewig-schule.de