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"Ich habe Stärken fürs Berufsleben"

Berufsparcours an der Martin-Luther-King-Schule in Münster

Die Martin-Luther King Schule, LWL-Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache, setzt ein Modell des Technikzentrums Minden um. Der dort entwickelte Berufsparcours kann Berufsbilder ganz praktisch erfahrbar machen, die Orientierung und die Motivation stärken.

Dachpfannen werfen und Rosen gestalten

Im ersten Schulhalbjahr 2009/10 haben zunächst die 7. und 8. Klassen, dann die 9. und 10. Klassen den Parcours mit 15 ausgewählten Stationen durchlaufen. Insgesamt haben 100 Schülerinnen und Schüler das Programm absolviert.

Ganz unterschiedlich waren dabei die Aufgaben, die sie zu bewältigen hatten: Einen Tisch eindecken oder Servietten falten, wie Restaurantfachleute das tun. Dachpfannen werfen wie die Dachdecker, eine Mütze gestalten, um eine Vorstellung von dem Schneiderhandwerk zu bekommen oder eine Rose, das könnte die Aufgabe einer Konditorin sein. 

Welche Stärken und Schwächen habe ich?

"Die Schüler haben sich selber die Reihenfolge der Stationen gewählt und sich auf einem Laufzettel selber an jeder Station eingeschätzt", beschreibt Magdalene Beermann von der Martin-Luther-King-Schule den Prozess. "Mit den Laufzetteln können sie im Unterricht dann noch einmal über ihre
Stärken und Schwächen reflektieren und überlegen, welche Berufe eventuell
für sie in Frage kommen."

Der Berufsparcours bietet die Möglichkeit, einen allerersten Eindruck von berufsspezifischen Anforderungen zu bekommen. Den Jugendlichen hilft diese praktische Erfahrung auch, ihre behinderungsbedingten Beeinträchtigungen zu erkennen und zu akzeptieren.

"Wegen ihrer sprachlichen Defizite ist es für sie besonders wichtig, ihre anderen Stärken kennen zu lernen und auszuloten, welche Berufe für sie möglich sind, da es ja auch Ausbildungsberufe mit hohen sprachlichen Anforderungen gibt", so Magdalene Beermann. Schon die Suche nach beruflichen Praktika kann so viel gezielter stattfinden. 

In Kooperation mit anderen LWL-Förderschulen sollen jetzt weitere eigene Module entwickelt werden, um sie perspektivisch allen LWL-Förderschulen nutzbar zu machen.

 

Die Sparda-Bank fördert das Projekt mit 1.500,00 EUR.
Begleitender Pate ist Prof. Dr. Heinz Holling, WWU Münster.

Kontakt:
Martin-Luther-King-Schule
LWL-Förderschule, Förderschwerpunkt Sprache, Sekundarstufe I
Reinhard Winter, Rektor

Bröderichweg 9
48159 Münster
Tel.: 0251/2105-192
Fax: 0251/2105-194
mlk-schule@lwl.org
http://www.lwl.org/LWL/Jugend/Martin-Luther-King-Schule