Werkstattprojekt mit Handwerkerpass
Ein Projekt der Realschule Dissen
Die Blaumänner sind grün. Die Achtklässler, die am Lernstandort Noller Schlucht in den Metall-, Maler-, Tischler-, KFZ- oder Garten-Landschaftsbauwerkstätten mitarbeiten, werden zuerst fachmännisch eingekleidet.
Wie im echten Leben
Aber nicht nur die Arbeitskleidung ist professionell, auch bei der Vermittlung handwerklicher Grundkenntnisse arbeiten die Schüler und Schülerinnen der Realschule Dissen wie im "echten Leben". Einmal wöchentlich können sie Handwerksberufe kennen lernen und erproben. Ein freiwilliges Angebot am Nachmittag für die jungen Leute, die handwerklich interessiert sind und bei der Suche nach dem richtigen Berufsfeld auf praktische Erfahrungen setzen.
Aus Schülern werden Mitarbeiter
"Die Schüler begannen mit großer Begeisterung, die für sie ungewohnten und ungeübten Arbeiten zu verrichten", so Schulleiterin Veronika Kleine-Wechelmann. "Sie waren keine Schüler mehr, sondern Mitarbeiter in einem Betrieb." Ganz anders als im Schulalltag gab es hier neue Regeln, die Arbeit im Team, Arbeitsanweisungen durch den Handwerksmeister, notwendige Sicherheitsregeln, die diszipliniert eingehalten werden mussten.
Herausforderung: Auftrag
In zwei Durchgängen wurde das Praxis-Projekt im laufenden Schuljahr umgesetzt. Aus den fünf handwerklichen Bereichen konnte sich zunächst jeder und jede zwei aussuchen, um diese intensiver kennenzulernen. "Die Umsetzung der einzelnen Arbeitsaufträge erfolgte ganz unterschiedlich", so Veronika Kleine-Wechelmann. "So arbeiteten einige Schüler sauber, exakt und ordentlich, während andere es kaum schafften, ihren Arbeitsauftrag zu erfüllen."
Mathe ist wichtig
Die ursprüngliche Gruppengröße von fünf Schülerinnen und Schülern wurde mit den Erfahrungen aus dem ersten Durchgang mit den zweiten Gruppen auf drei reduziert. So war es noch besser möglich, auf die individuellen Interessen und Schwierigkeiten einzugehen. "Die Schüler machten die Erfahrung, dass der theoretische Hintergrund des Schulwissens wichtig war, um bestimmte Arbeiten in der Praxis wie die Erstellung von Sklizzen oder bestimmte Berechnungen zu erledigen. Zudem erkannten sie ihre Neigungen im handwerklichen Bereich."
Zum Abschluss gab's für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen "Handwerkerpass". Das Zertifikat wird auch die Bewerbungsunterlagen aufwerten.
Die Sparda-Bank fördert das Projekt mit 9.660,00 EUR.
Begleitende Patin ist Ute Cewe, Sparda-Bank Münster.



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